Die Geschichte der Uhr

Was ist eine Uhr? Ein simpler Zeitmesser oder steckt mehr dahinter? Unter Uhr versteht man im weitesten Sinn zunächst jede Vorrichtung, bei der ein beobachtbarer Vorgang mit gleichbleibender Geschwindigkeit abläuft und zur Zeitmessung benutzt wird.

Die Geschichte der Uhr reicht weit zurück und ist ein durchaus interessantes Unterfangen

Wann begann die Geschichte der Uhr?

In der Geschichte der Uhr ein beliebtes Modell: die Sanduhr.

In der Geschichte der Uhr ein beliebtes Modell: die Sanduhr. (c) Traumtaenzerin / pixelio.de

Die Geschichte der Uhr begann schon vor tausenden Jahren, zunächst versuchten die Menschen mit Blick auf Sonne und Mond den Wetterverlauf besser einzuschätzen. Die älteste erhaltene Uhr ist eine Wasseruhr aus dem Jahr 1500 vor Christus, sie steht heute in einem Museum in Kairo. Um 500 vor Christus wurde in Sparta die erste Sonnenuhr aufgestellt. Wasser- und Sonnenuhren waren in den nachfolgenden Jahrhunderten, zum Teil auch schon mit Schlagwerk, die bestimmenden Zeitmesser.

875 erfand Alfred der Große, König von England, die Kerzenuhr, bei der die Zeit durch Abbrennen einer Kerze gemessen wird. Diese Art der Zeitmessung wurde vor allem für Klöster wichtig.

Auch die allseits beliebte Sanduhr war eine häufig genutzte Zeitmessemethode, da sie vielfältig eingesetzt werden konnte. Allerdings ist sie erstauntlicherweise erst seit dem Mittelalter bekannt!

Um 1300 tauchten dann die ersten Räderuhren auf, die von Gewichten angetrieben wurden und ab 1400 gab es schließlich auch Uhren mit Federantrieb. Leonardo da Vinci skizzierte 1494 die erste Pendeluhr, 1510 konstruierte der Nürnberger Peter Henlein die ersten Taschenuhren. Im Jahre 1612 baute der Schweizer Jost Bürgi die erste Pendeluhr, 1656 erfand Christian Huygens völlig unabhängig eine Pendeluhr mit Spindelhemmung, wenig später auch eine Uhr mit Spiralfeder als Antrieb. Die uns heute geläufige Form der Armbanduhr entstand um 1843. Um die Zeit in der Geschichte der Uhr erschienen die ersten Uhren, die nicht mehr mit einem Schlüssel, sondern über ein Räderwerk aufzuziehen waren.

Mechanisch bis digital – Geschichte der Uhr über eine lange Zeitspanne

Mechanische Uhren werden durch ein Gewicht, das, an einer Kette hängend, langsam abläuft, oder durch eine gespannte Spiralfeder angetrieben. Das Räderwerk ist ein in Rubinen gelagertes Getriebe mit Zahnrädern verschiedener Zähnezahl. Bei Automatikuhren wird die Antriebsfeder über ein Schwunggewicht durch Bewegungen des Armes automatisch aufgezogen, während Pendel- und Kirchenuhren meist ein Schlagwerk besitzen.

Geschichte der Uhr – die Weiterentwicklung

Elektrische Uhren sind entweder mechanische Uhren mit Batterieantrieb oder, so wie heute, überwiegend Quarzuhren. Neben den batteriebetriebenen Uhren, deren Batterien heute Laufzeiten bis zu fünf Jahren erreichen, gibt es auch Uhren, die ihre Energie durch Nutzung der Sonnenenergie selber gewinnen. Die geschieht durch die Nutzung von Temperaturunterschieden der sie umgebenden Luft oder sogar von Temperaturschwankungen der Haut. Damit könnten diese Uhren theoretisch eine ewige Laufzeit erreichen.

In der Geschichte der Uhr vom unbezahlbaren Einzelstück zur Massenware

Quarzuhren kommen fast gänzlich ohne mechanisch bewegte Teile aus, die für sie benötigten integrierten Schaltungen sind heute als elektronische Massenware sehr kostengünstig herstellbar. Diese Uhren erreichen auch, abgesehen von den Atomuhren, die größte Genauigkeit. Solche Massenware kriegt man heute günstig gekauft, es gibt allerdings auch wertvolle Stücke wie die Glashütte Uhren, die einen hohen Einzelwert haben.

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