Die Garten Kultur im Wandel der Zeit

Die Garten Kultur im Wandel der Zeit?

Garten – mit diesem Begriff assoziiert man heutzutage einen gepflegten Rasen, anbei Rosenstämme oder sonstige Blumenbeete, die den Garten als Raum der Erholung und Entspannung aussehen lassen. Doch war dies auch früher so oder hat ein Wandel in der Garten Kultur stattgefunden? Diese und auch weitere Fragen sollen im Folgenden geklärt werden.

Eigenanbau: Notwendigkeit in Krisenzeiten

Garten Kultur befindet sich im Wandel

Ein Bild aus einer vergangenen Zeit – Garten Kultur im Wandel (c) gabriele Planthaber / pixelio.de

Noch vor einigen Jahrzehnten waren die Gartenflächen an den Eigenheimen wesentlich umfangreicher. Aufgrund der damals noch gering bebauten Fläche waren die Grundstücke um einiges größer, so dass die Bewohner neben ihrem Haus auch eine entsprechende Außenfläche zu versorgen hatten. Die damalige Garten Kultur wurde besonders in den Nachkriegsjahren durch die Eigenversorgung geprägt – sei es mit Viehhaltung wie zum Beispiel Hühnern, Schafen, Schweinen, etc. oder auch als Gemüseanbau bzw. Obstplantagen. Da die Arbeitslosenrate in der damaligen Zeit enorm hoch und hinzukommend die Armut auf den Dörfern entsprechend ausgeprägt war, war diese Methode der Eigenversorgung oftmals ein wichtiges Überlebensmerkmal vieler (Groß-) Familien.

Da viele Familien einen solchen Versorgungsstand aufwiesen – jedoch oft mit unterschiedlichen Produkten – fand ein regelrechter Tauschmarkt statt. So benötigten sie kein Geld als Zahlungsmittel und waren somit etwas unabhängiger von der damaligen wirtschaftlichen Lage.

Im Zuge der Industrialisierung und später auch der Globalisierung fand ein Garten Kultur – Wandel statt: da sich der Wohlstand der Bevölkerung – vorerst in den Städten, später dann auch auf dem Lande – langsam besserte und geregelte Arbeitsplätze mit regelmäßigen Gehältern angeboten wurden, waren die Bürger nicht mehr allzu sehr auf die Eigenversorgung der Garten Kultur angewiesen. So kam man bei der Garten Kultur immer mehr vom Vieh und dem Eigenanbau ab.

Die Garten Kultur heute: klein und bunt

Da die Bevölkerungsdichte immer weiter zunimmt und dementsprechend auch die bebauten Flächen, ist für das jeweilige Eigenheim oftmals – wenn überhaupt – nur noch ein kleiner Garten vorgesehen. Die gewandelte Garten Kultur sieht daher die Grünfläche heute eher als Luxus an, wo man Erholung und Entspannung erfahren soll. Es werden eher Zierpflanzen und wie etwa Rosen oder Buchsbäume gepflanzt und weniger Nutzpflanzen. Aber auch die ein oder andere Feierlichkeit bzw. Gartenparty findet in diesem Raum statt – umringt von diversen gepflegten Blumenbeeten und Accessoires, zum Beispiel Brunnen, Teichanlegen, und hohen Heckenpflanzen, die zumeist als Sichtschutz eingezogen werden.

Wie bereits beschrieben, hat in der Geschichte ein enormer Wandel der Garten Kultur stattgefunden. Was zuvor für die Versorgung der Familie genutzt wurde, dient nun der Freizeit und dem Spaß dieser.

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