Die Dynastien Chinas – ein kurzer Überblick

Ein Teil der Geschichte Asiens ist die spannende, vielfältige Geschichte der Dynastien Chinas. Eine Periodisierung der chinesischen Geschichte wurde zwar häufig unternommen, doch es brachte selten das gewünschte Ergebnis. Aus mehreren kleinen eroberten Kaiserreichen entstand letztendlich das große Kaiserreich China – auf Basis verschiedener Dynastien Chinas.

Dynastien Chinas: Umstritten? Nachweisbar?

Die Dynastien Chinas beginnen mit der Xia-Dynastie, die von ca. 2200 v. Chr. bis ca. 1800 v. Chr. gedauert haben soll. Ihre historische Existenz ist wissenschaftlich aber sehr umstritten. Hingegen wissenschaftlich nachweisbar ist die Shang-Dynastie, welche vom 16. bis Mitte des 11. Jahrhundert v. Chr. angedauert hat. Ihr Stammgebiet lag in Shanxi und in Henan: Die Shang wurden später von den aus Westen einfallenden Turkstämmen verdrängt.

Dynastien Chinas – politische Stabilität

Die Sui-Dynastie, die von 581 bis 618 herrschte, nahm eine Vielzahl von Projekten in Angriff, um die zentrale Struktur des Reiches wieder herzustellen und die neugewonnene politische Einheit auch wirtschaftlich zu nutzen. So wurde der Ausbau des Binnenschiffverkehrs vorangetrieben und der Kaiserkanal wieder schiffbar gemacht. Die Grundlagen für die Blütezeit Chinas war somit gelegt.

Im Kaiserpalast regierten zwei der Dynastien Chinas: die Ming und die Qing-Dynastie.

Im Kaiserpalast regierten zwei der Dynastien Chinas: die Ming und die Qing-Dynastie. (c) Claus Bünnagel / pixelio.de

Die Tang-Dynastie, in Besitz der Macht von 618 – 906, sah einen Höhepunkt in der staatlichen und kulturellen Entfaltung des chinesischen Reiches. In der Administration wurden Verfahrensweisen eingeführt, die noch bis 1911 ihre Gültigkeit hatten. Der Kontakt mit Japan und den Ländern des südlichen und westlichen Asiens führte zu einem regen Austausch mit fremden Kulturen und Religionen. Die Reichhaltigkeit dieses kulturellen Lebens merkte man vor allem an den zahlreichen Kunstwerken in der Malerei, Poesie, wie chinesische Weisheiten und Literatur. Der Einfall von mongolischen Stämmen kündigte den Zerfall der Dynastien Chinas an, wozu es zwischen 907 und 960 schließlich auch gekommen ist: Das Reich zerfiel in viele kleine Machtbereiche.

In den Jahren 960 -1279 konnte das Reich unter der Song-Dynastie wieder vereint werden. In ihre Zeit fällt ein vorher nicht gekannter Aufschwung der Geldwirtschaft: 1024 wurde das Papiergeld eingeführt, wodurch die verschiedenen Wirtschaftsbereiche wesentlich belebt wurden. In der Song-Dynastie wog die Autorität des Kaisers nicht so schwer wie in anderen Dynastien Chinas – Der Kontakt zu den Ministern war stattdessen wesentlich enger.

Niedergang der Dynastien Chinas

Die Qing-Dynastie war die letzte aller Dynastien Chinas, sie sah noch einmal ein Aufblühen der traditionellen Kultur im chinesischen Reich. Die auch im Westen bekannten Kaiser Kangxi und Qianlong förderten die Wissenschaft und die Künste, indem sie Jesuiten als Astronomen und Maler an ihren Hof holten. Weiter sammelten sie die Editionen der chinesischen Klassiker.
Doch bereits im frühen 19. Jahrhundert setzte der Niedergang des Reiches ein. Die Regierung konnte sich zwar gegenüber dem einheimischen Rebellen behaupten, aber sie stand den steigenden imperialistischen Angriffen auf ihre Solidarität und ihr Territorium immer hilfloser gegenüber. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es Sun Yat-sen und seiner Partei, 1911 das Kaiserhaus zu stürzen: China wurde eine Republik.

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