Buddhismus – Religion ohne Gott und Kirche

buddha statue

Der Buddhismus ist eine der fünf Weltreligionen mit geschätzt 400 Millionen Anhängern und hat zunehmend philosophischen und religiösen Einfluss auf die Kultur des Westens. Die Lehre ist ausgesprochen umfangreich, es existieren verschiedene Richtungen mit ganz verschiedenen Sichtweisen (z. B. Zen-Buddhismus, Lamaismus).

Buddhismus – Glaube

Buddhismus - Meditation

Buddhismus – Mensch als unsterbliches, geistiges Wesen (c) Dr. Stephan Barth / pixelio.de

In dieser Religion geht es um das Erkennen, dass der Mensch in erster Linie ein unsterbliches geistiges Wesen ist, das zwar einen Körper hat, dieser den Menschen aber nicht ausmacht.

Der buddhistische Glaube lehrt, dass der Körper wie ein Kleid für die Seele ist, das beim Sterben abgelegt und bei der Wiedergeburt wieder angelegt wird.

Durch den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt geht der Mensch so lange, bis er absolut frei von Wünschen ist und alle negativen Handlungen durch gutes Handeln ausgeglichen hat.

Buddhismus – Weg zur göttlichen Natur

Solange der Geist seine göttliche Natur nicht erkennt, gehören Freude und Leid gleichermaßen zum Leben.

Der buddhistische Glaube lehrt praktische Wege, den Geist zu erkennen (Erleuchtung zu finden) und alles Leid zu überwinden. Die Wege in dieser Religion bestehen im Wesentlichen aus Meditation und Aufbau von Wissen. Zum Beispiel Wissen über das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) und dadurch das Begreifen der Notwendigkeit guten Handelns und Vermeidung von leidbringendem Verhalten.

Jeder ist für sein eigenes Glück und Unglück selber verantwortlich und hat die Voraussetzung dafür in diesem oder einem vergangenen Leben selbst geschaffen. Die buddhistische Religion geht davon aus, dass der Mensch in seinem Streben nach Glück unwissentlich Leid erschaffen hat, was aber nicht verurteilt werden soll, sondern der Buddhist soll immer Mitgefühl mit allen Leidenden haben und helfen, wo es möglich ist.

Buddhismus - Ausgeglichenheit

Buddhismus – Steintürme als Wohnorte von Geistern (c) twinlili / pixelio.de

Buddhismus – Gründung und Verbreitung

Der Buddhismus wurde von Siddhartha Gautama (geboren 563 v. Chr. in Nordindien) in das Leben gerufen und die Religion verbreitete sich schnell über Indien bis nach Süd- und Ostasien.

Ab dem 10. Jahrhundert wurde der Buddhismus durch den Hinduismus und Islam aus Indien verdrängt und ist heute hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet.

Verbreitung

Die Länder mit den meisten Anhängern dieses Glaubens sind

  • China (ca. Viertel aller Buddhisten)
  • Japan
  • Thailand
  • Myanmar
  • Laos
  • Kambodscha
  • Vietnam
  • Südkorea
  • Taiwan
  • Bhutan
  • Sri Lanka
  • Mongolei

Zunehmend wird der Buddhismus auch in Europa, USA und Australien ausgelebt.

 

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