Alter Goldschmuck – Geschichte und Wert

Goldhändler raten dazu, alten Goldschmuck, der nicht mehr getragen wird, weil er möglicherweise beschädigt ist, in Angesicht der Höhe des Goldpreises zu verkaufen.

Alter Goldschmuck – die Geschichte

Alter Goldschmuck aber hat noch einen ganz anderen Wert, im Lauf der Geschichte kamen ihm verschiedenartige Bedeutungen zu.
Schon die alten Ägypter wählten teure Preziosen als Grabbeigaben für ihre Toten, Goldschmuck spielte eine wichtige Rolle bereits in der Antike. Der Glanz und das Gewicht des edlen Materials haben Menschen von jeher in seinen Bann geschlagen, Gold wird seit der Kupferzeit gewonnen. Das Alte Testament weiß vom Goldenen Kalb zu berichten, Gold diente neben Weihrauch und Myrrhe als Geschenk zur Geburt von Jesus Christus. Es wird seit Jahrtausenden zu Ringen, Ketten und Armbändern verarbeitet, die auch für rituelle Zwecke Verwendung fanden.

Die Entwicklung des alten Goldschmucks

In jüngerer Zeit gibt ein aufgeprägter Stempel Auskunft über den Reinheitsgehalt, durch seine Legierung mit anderen Metallen ändern sich die Farbe, sein Wert und die Beständigkeit. Liegt der Feingehalt bei einem Anteil von 750, hat das Gold 18 Karat, die höchste Reinheitsstufe findet sich mit 999 im Feingold.

  • Feingehalt 333 (33,3%) bedeuten 8 Karat
  • Feingehalt 585 (58,5%) bedeuten 14 Karat
  • Feingehalt 750 (75,0%) bedeuten 18 Karat
alter Goldschmuck ist seit Jahrhunderten beliebt

alter Goldschmuck ist seit Jahrhunderten beliebt. (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Alter Goldschmuck ist seit Menschengedenken angefertigt worden, Schätzungen zufolge wurde etwa die Hälfte von insgesamt über 150.000 geschürften Tonnen dazu genutzt. Auch auf der Insel Kreta wurden Werkzeuge zur Herstellung von Schmuck gefunden, deren Entstehungszeitraum Tausende Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung zurückdatiert worden ist. In der Anfangszeit waren es vor allem verkleinerte Darstellungen von Menschen, Tiere und Pflanzen, zu deren Abbildung alter Goldschmuck hergestellt worden ist.
In der Zeit des Mittelalters beschränkte man sich meist darauf, das edle Metall in Form von Ringen am Körper zu tragen. Erst im 15. Jahrhundert nahm alter Goldschmuck, etwa in Verbindung mit emaillierten Reliefs, wieder ausschweifendere Formen an, zweihundert Jahre später wurden Perlen und Edelsteine darin gefasst, im darauf folgenden Jahrhundert standen vor allem korrespondierende Schmuckstücke wie Colliers, Armreifen, Broschen und Krönchen im Vordergrund.

Alter Goldschmuck ab dem 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert begann man im Zuge von Ausgrabungen damit, Jahrtausende alte Schmuckstücke nachzuahmen und dabei durch die inzwischen verfeinerte Technik noch zu verbessern. Der Jugendstil beeinflusste die Herstellungsweise des Goldschmucks durch die Verbreitung floraler Muster. Seinen Wert bezieht alter Goldschmuck neben seiner Einzigartigkeit und Seltenheit vor allem als Dokument einer bestimmten Epoche, das dem damals verbreiteten Lebensstil Ausdruck gibt. Wertvoll ist alter Goldschmuck besonders als Einzelstück, das in einem modernistisch geprägten Ambiente einen wirkungsvollen Kontrast abgibt. Sich davon zu trennen, sollte nicht leichtfallen, zumal es kaum einen Ersatz dafür geben kann. Der Goldwert geht über das Materielle hinaus.


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