Sokrates

büste von sokrates

„Erkenne dich selbst“ – diese Inschrift zierte das Orakel von Delphi und beeinflusste damit einen der wohl bedeutendsten Philosophen der griechischen Antike: Sokrates.

Das Leben des großen Philosophen

Sokrates Statue

Eine Büste des Philosophen Sokrates (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Geboren wurde Sokrates 469 v. Chr. in Athen als Sohn eines Steinmetzes und einer Hebamme. Er erhielt eine gute Schulbildung, diente dann als Soldat und übte danach einige Zeit den Beruf seines Vaters aus. Bis zu seinem Tod 399 v. Chr. hielt er sich in den Straßen Athens auf und führte dort Dialoge mit den Bürgern. Eben diese Gespräche wurden ihm schließlich als Gotteslästerung und Verderb der Jugend vorgeworfen. Daraufhin erhielt er die Todesstrafe.

Fehlbare Subjektivität und wahrhaftige Objektivität – Sokrates Philosophie

Nur der objektiv, vernünftig denkende Mensch ist das Maß der Dinge„, wie Sokrates zu sagen pflegte.

Sein wichtigstes Ziel war es, an die Vernunft der Athener zu appellieren, Gutes zu tun. Der Unterschied zwischen Gut und Böse war für ihn eine Frage der Objektivität. Jeder Mensch, der seinen Verstand vollständig nutzt, besäße diese Erkenntnis. Zudem meinte er, dass der einzige Weg zum Glück, das anständige Handeln ist. Mit seiner wohl berühmtesten Aussage: „Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß!„, stellt er jedoch klar, dass es keine vollkommene Wahrheit gibt, begründet mit der Subjektivität der menschlichen Wahrnehmung. Jeder weiß, seiner Meinung nach, etwas. Doch niemand kennt die ganze Wahrheit. Viele behaupten jedoch, ihr Scheinwissen wären Tatsachen. Jedermanns Gewissheit ist aber getrübt durch Erziehung und Erfahrungen und ist somit subjektiv. Um die Erkenntnis, zu wissen, dass er nur einen Bruchteil der ganzen Wahrheit kennt, war er seinen Zeitgenossen voraus. Diese Einsicht, ein Nicht-Wissender zu sein, machte ihn seinerzeit zu einem weisen Mann. Statt den Menschen seine Ansichten über lange Ansprachen oder gar Überredungen zu übermitteln, führte er sie über geschickte Fragen zur Irrtumseinsicht und damit zur Selbsterkenntnis. Diese Art der Erkenntnis wird Mäeutik genannt.

Im Allgemeinen drehen sich seine philosophischen Ansätze um die Themen Wissen, Wahrheit und Selbsterkenntnis. Auch wenn Sokrates selbst nie eine Schrift verfasst hat, wurden seine Ideologien und Ideen von seinen Schülern niedergeschrieben und somit verbreitet.

Bild: Wikimedia Commons

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