Lobbying

bild von einer gruppe lobbyisten vor weltkugel

Lobbying ist ein junges Wort. Es wurde 1820 vom damaligen amerikanischen Präsidenten U. Grant für die aufdringlichen Menschen, die im Willard Hotel auf ihn einredeten, geprägt. Eine Lobby ist eine Vorhalle oder ein Vorraum zu einer Halle. Meist so gebraucht, dass sie für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist.

Die Entwicklung vom Lobbying

Lobbying

Das Wort Lobbying entstammt der Einflussnahme nicht politischer Mitglieder auf die Politik durch die Offensive in Lobbys (c) Henning Hraban Ramm / pixelio.de

Seit 1820 hat das Lobbying Karriere gemacht. Heutzutage beschreibt es eine Art der direkten Einflussnahme auf politisches Geschehen in jeder politischen Organisationsform. Es ist eine unvermeidliche Tätigkeit. Jede politische Organisation hat ihre eigene Version. Einige haben sogar ein Reglement dafür erlassen.

Lobbying ist eigentlich die offen sichtbare Form der Einflussnahme – weshalb der Begriff meist als Spitze eines Eisbergs erachtet wird. Lobbying ist so gesehen ein wenig harmloser als Korruption.

Das Rent-Seeking hat es zum Ausgleich in den Duden gebracht. Es bezeichnet das Benehmen aktiver Marktteilnehmer, die durch den Einsatz verschiedener Mittel (unter anderem Geld) einen wirtschaftspolitischen Nutzen herausschlagen wollen.

Nachteilhafte Festlegungen

Lobbying (eingedeutscht Lobbyarbeit) ist synonym zu Beeinflussung und Manipulation. Damit spiegelt sich die gesellschaftliche Akzeptanz wieder, das notwendige Übel zu akzeptieren.

Daneben findet sich in der Synonymgruppe noch Agitation, Demagogie und Indoktrination. Allesamt kritische und abwertende Bezeichnungen für Lobbyarbeit. Allerdings sind es eher die deutschen Begriffe, die einen warnenden Charakter haben.

Psychische Festlegungen

Lobbying bezeichnet oftmals auch:

  • Interferenz
  • Überredung
  • Lenkung
  • Suggestion

Dann ist sie störend und wenig mit den eigentlich zu erwartenden Mitteln sinnvoll und erst recht nicht zielführend. Suggestion kann erfolgreich sein, aber es ist eine psychische Beeinflussung, die der Beeinflusste besser nur für sich selbst ausführt, statt heimlich verabreicht bekommt.

Modernes Lobbying

Lobbyarbeit gehört zur politischen Meinungsbildung dazu. Es ist unumgänglich. Einige Nationen kennen den Begriff nicht oder verwenden ihn recht selten. So hat er durchaus eine Art Nachkriegscharakter und stellt eine Überlegung zur modernen Weltordnung offen, in der er als Synonym für Außenpolitik mit den angloamerikanischen Ländern steht. Zu bedenken ist, dass die Wirtschaftsmacht in Deutschland mehr Einfluss als die politische Macht besitzt.

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