Chinesische Weisheiten

statue von konfuzius

China besitzt nicht nur eine eindrucksvolle Geschichte und Kultur, die Chinesen können sich auch mit zahlreichen namhaften und besonders großen Philosophen und Denkern rühmen. Einer davon ist zweifelsohne Konfuzius. Chinesische Weisheiten verknüpft man zwangsläufig mit diesem Namen, den viele kennen und der in der Philosophie, neben Sokrates, eine große Rolle spielt. Doch gibt es neben diesem großen Philosophen noch zahlreiche andere Dichter und Denker aus dem fernen asiatischen Land, die kaum minder gute Zeilen verfasst haben. Zugrunde liegen den Weisheiten stets Modelle einer positiven Gesellschaft und aktiver Kultur nach damaligem Leitbild. Ist man heutzutage an der Geschichte und kulturellen Eigenheiten des asiatischen Raumes interessiert, so empfiehlt sich ein Studium der Asienwissenschaften, welches unter anderem diese Themen umfasst.

Chinesische Weisheiten – Konfuzius

Chinesische Weisheiten

Chinesische Weisheiten – Konfuzius ist der wohl bekannteste Philosoph (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Wie bereits erwähnt ist Konfuzius derjenige, der einem sofort ins Gedächtnis springt, wenn es um chinesische Weisheiten geht. Es wäre wohl kaum fernab der Realität, wenn man behaupten würde, dass Konfuzius zu den bekanntesten Philosophen der Welt gehört und das, obwohl er Jahrhunderte vor Christi Geburt lebte. Kaum einer anderen geschichtlichen Person wird dermaßen viel positive Popularität zugetragen – oftmals erinnert man sich der negativen Geschehnisse.

Das zentrale Thema seiner Weisheiten war die menschliche Ordnung, zum einen die eigene, jedoch auch das Miteinander in der Gesellschaft. Konfuzius ging jedoch noch weiter und brachte den Aspekt der Harmonie mit dem Weltganzen ins Spiel. Erst wenn sich der Mensch in Harmonie mit dem Weltganzen befindet, ist der Mensch laut Konfuzius „vollendet“.

Verwendungszweck chinesischer Weisheiten

Viele werden sich mit Sicherheit die Frage stellen, wofür man die weisen Worte und Zeilen verwenden könnte. Chinesische Weisheiten werden zum Beispiel gerne auf Grußkarten geschrieben, sozusagen als gedanklicher Input – ein kluger Satz der zum Nachdenken und/oder Überdenken des derzeitigen Status anregt. Dies ist der eigentliche Sinne chinesischer Weisheiten: sie sollen bzw. wollen zum Denken anregen, vom Leser aufgenommen und überdacht werden und schlichtweg inspirieren. Heutzutage existiert beinahe eine ganze Industrie, welche damit beschäftigt ist, chinesische Weisheiten zu übersetzen, aufzuarbeiten und zu verbreiten. Es gibt vielerlei Artikel, ob nun Bücher, Halskettenanhänger oder anderer Schmuck, Dekorationsmittel für die Wohnung oder anderes, das mit chinesischen Weisheiten und Zitaten versehen sind.

Chinesische Weisheiten: Zitate

Konfuzius sagt:
„Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“

Konfuzius sagt:
„Von den Menschen verkannt zu werden, aber sich nicht zu grämen, ist das nicht die Haltung eines Edlen“

Konfuzius sagt:
„Was Du liebst, lass frei. Kommt es zurück gehört es gehört es Dir – für immer.“

Konfuzius sagt:
„Lernen ohne zu denken ist eitel. Denken ohne zu lernen ist gefährlich.“

Chinesische Weisheiten gibt es wie Sand am Meer. Für jede Lebens- oder Gemütslage findet man zahlreiche dieser kurzen Texte. Allgemein haben Chinesische Weisheiten bzw. Asiatische Weisheiten einen hohen moralisch-gesellschaftlichen Stellenwert im fernen Osten. Dies liegt vor allem auch kulturell begründet in der Tatsache, dass das Leben noch deutlich spiritueller und bodenständiger wahrgenommen wird. Auch hat die Philosophie einen deutlich höheren Stellenwert in den verschiedenen asiatischen Kulturen, als dies hier in Europa der Fall ist.

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Sokrates

büste von sokrates

„Erkenne dich selbst“ – diese Inschrift zierte das Orakel von Delphi und beeinflusste damit einen der wohl bedeutendsten Philosophen der griechischen Antike: Sokrates.

Das Leben des großen Philosophen

Sokrates Statue

Eine Büste des Philosophen Sokrates (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Geboren wurde Sokrates 469 v. Chr. in Athen als Sohn eines Steinmetzes und einer Hebamme. Er erhielt eine gute Schulbildung, diente dann als Soldat und übte danach einige Zeit den Beruf seines Vaters aus. Bis zu seinem Tod 399 v. Chr. hielt er sich in den Straßen Athens auf und führte dort Dialoge mit den Bürgern. Eben diese Gespräche wurden ihm schließlich als Gotteslästerung und Verderb der Jugend vorgeworfen. Daraufhin erhielt er die Todesstrafe.

Fehlbare Subjektivität und wahrhaftige Objektivität – Sokrates Philosophie

Nur der objektiv, vernünftig denkende Mensch ist das Maß der Dinge„, wie Sokrates zu sagen pflegte.

Sein wichtigstes Ziel war es, an die Vernunft der Athener zu appellieren, Gutes zu tun. Der Unterschied zwischen Gut und Böse war für ihn eine Frage der Objektivität. Jeder Mensch, der seinen Verstand vollständig nutzt, besäße diese Erkenntnis. Zudem meinte er, dass der einzige Weg zum Glück, das anständige Handeln ist. Mit seiner wohl berühmtesten Aussage: „Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß!„, stellt er jedoch klar, dass es keine vollkommene Wahrheit gibt, begründet mit der Subjektivität der menschlichen Wahrnehmung. Jeder weiß, seiner Meinung nach, etwas. Doch niemand kennt die ganze Wahrheit. Viele behaupten jedoch, ihr Scheinwissen wären Tatsachen. Jedermanns Gewissheit ist aber getrübt durch Erziehung und Erfahrungen und ist somit subjektiv. Um die Erkenntnis, zu wissen, dass er nur einen Bruchteil der ganzen Wahrheit kennt, war er seinen Zeitgenossen voraus. Diese Einsicht, ein Nicht-Wissender zu sein, machte ihn seinerzeit zu einem weisen Mann. Statt den Menschen seine Ansichten über lange Ansprachen oder gar Überredungen zu übermitteln, führte er sie über geschickte Fragen zur Irrtumseinsicht und damit zur Selbsterkenntnis. Diese Art der Erkenntnis wird Mäeutik genannt.

Im Allgemeinen drehen sich seine philosophischen Ansätze um die Themen Wissen, Wahrheit und Selbsterkenntnis. Auch wenn Sokrates selbst nie eine Schrift verfasst hat, wurden seine Ideologien und Ideen von seinen Schülern niedergeschrieben und somit verbreitet.

Bild: Wikimedia Commons