Heckenpflanzen in der Antike und heute

Viele Gärtner sehen in ihrem Grundstück ein Gebiet für Arbeit, aber auch Entspannung und Erholung. Bei dem Aufenthalt im Garten möchten die Meisten nicht von Nachbarn oder Passanten beobachtet werden können. Heckenpflanzen haben sich dabei als ein natürlicher Sichtschutz bewährt und das bereits seit Hunderten von Jahren. Bereits zu Zeiten der Antike werden Hecken als Gestaltungselement im Garten erwähnt. Im Spätmittelalter wurden Heckenpflanzen beispielsweise als Umzäunung des Ackerlandes oder sogar, wenn die jeweiligen Heckenarten es zuließen, zur Futtergewinnung bewirtschaftet. Ganz besonders im Barock und in den Landschaftsparks Großbritanniens wurden Hecken zur Abtrennung einzelner Teile einer Parkanlage verwendet.

Heckenpflanzen und ihre Konkurrenten

Eine der zahlreichen Nutzungsarten von Heckenpflanzen

Der Einsatz von Heckenpflanzen als Gestaltungselement im Garten (C) siepmannH / pixelio.de

Heckenpflanzen mit vollem Blattwerk haben den Vorteil, dass sie im Sommer keine Blicke in den Garten ermöglichen, doch im Winterhalbjahr den Blick freigeben.

Aber nicht nur Heckenpflanzen eignen sich als Sichtschutz für den Garten. Einige Gärtner entscheiden sich für einen Zaun oder eine Mauer, um die Abgrenzungen des eigenen Gartens gegen die Blicke von fremden Leuten zu schützen. Jedoch sind Zäune und Mauern gegenüber Heckenpflanzen in ihrer Anschaffung recht kostenintensiv. Zudem müssen sie in gewissen Abständen mit Farbe versehen werden, denn nur so ist gewährleistet, dass das Grundstück keinen verwahrlosten Eindruck vermittelt.

Heckenpflanzen Pflege

Hat eine Heckenpflanze eine bestimmte Höhe erreicht, so muss sie etwas zurückgeschnitten werden, um dem Wildwuchs keinen freien Lauf zu lassen. In der Regel ist diese Arbeit zwei- bis dreimal im Jahr erforderlich und hängt von der Geschwindigkeit ab, wie schnell die Pflanzen wachsen. Neben dem Schneiden bedarf eine Hecke keiner besonderen Aufmerksamkeit. Bei extremer Trockenheit ist es trotzdem ratsam die Pflanzen zu gießen, ansonsten sind die meisten Exemplare sehr robust und überstehen durchaus auch etwas längere Dürreperioden. Allerdings möchten die meisten Gärtner ein dichtes Blattwerk haben, in dem Fall ist es angebracht, in regelmäßigen Abständen zu bewässern. Das Wissen um sachgerechtes Anlegen von Hecken und die Pflege von Heckenpflanzen veranlasste z.B. bereits im 18. Jahrhundert Lehrer einer Berliner Realschule zur Einführung eines praktischen Schulfachs mit diesem Schwerpunkt. Verschiedene Heckenpflanzen wie Koniferen und andere Garten Pflanzen gibt es bei vielen Online-Anbietern.

Heckenpflanzen zum kreieren von Irrgärten

Heckenpflanzen Labyrinth

Bereits in der Antike werden Heckenpflanzen als Gestaltungselement im Garten erwähnt (c) Alexandra Kaiser / pixelio.de

Heckenpflanzen haben auch den Vorteil, dass diese nicht so schnell von Einbrechern überwunden werden können. Eine Mauer oder Zaun haben die Täter oft mit einem kühnen Sprung schnell überwunden, was bei einer dichten Hecke wesentlich schwieriger wird. Eine Gestaltungsform mit langer Tradition sind Heckenlabyrinthe, im deutschen Sprachgebrauch auch als Irrgärten bekannt, welche den Orientierungssinn des Besuchers zum reinen Vergnügen täuschen. Ihre Geschichte lässt sich bis ins Thüringen des späten 16. Jahrhunderts zurückverfolgen, von wo aus sie sogar Ozeane überwanden und die Idee des Labyrinths aus Heckenpflanzen von Kontinent zu Kontinent trugen.

3 Kommentare

  • Hey,
    super interessanter Artikel zu Heckenpflanzen. Gerne mehr!

  • Ich habe in meinem Garten eine Hecke eingezogen, um eine natürlich Abgrenzung von Beeten und Wohlfühl-Areal zu haben.
    Es war zwar eine Menge Arbeit, doch es hat sich echt gelohnt!

  • Erinnert mich irgendwie son bisschen an Sim City nur das man hier statt dem Haus den Garten gestaltet 🙂 ist bestimmt eine hilfreiche Software für einen großen Garten jedoch glaube ich nicht das man so eine Software für das Anlegen eines kleinen Gartens benötigt!

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