Blumenversand nach alten Regeln: Sag´s durch die Blume

Blumenversand im westlichen Kulturkreis – die Antike

Blumen zu verschenken gilt heute als eine Geste der Zuneigung und wird nicht nur zu besonderen Anlässen gemacht, sondern auch einfach so zwischendurch. Hat man einmal das Pech und vergisst ein wichtiges Datum, dann steht man oftmals unter Zeitstress, denn zumeist finden sich gerade dann die entsprechenden Läden nicht, wenn man sie unbedingt braucht. Die Bestellung beim Blumenversand per Expresszustellung kann hier der Retter in der Not sein. Doch woher kommt die Tradition des Schenkens von Blumen? Wo hat sie ihren Ursprung und wie hat sie sich im Laufe der Zeit gewandelt? Damit befasst sich dieser Artikel.

Blumenversand

Blumenversand gab es schon früher: Die Idee hinter der nonverbalen Kommunikation über die Blumen reicht lange zurück (c) Stefan Heerdegen / pixelio.de

Es gibt verschiedene Theorien für die Herkunft vom Blumenversand, die bis ins antike Rom zurück reichen. Denn das Überreichen von Blumen war bereits damals eine Art, sich ohne Worte auszudrücken. Rosen etwa, sind Übermittler von Liebesbotschaften. Blumen sind zumeist ein Zeichen der Aufmerksamkeit und eine Art zu sagen: Ich denke an dich. Denn damals wie heute und in fast allen Kulturen gelten Blumen als Zeichen des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Lebendigkeit und Lebenskraft. Im alten Rom soll die Göttin Juno verehrt worden sein. Dazu wurden ihr Blumen geopfert. An diesem Tag wurden auch Paare nach einem Zufallsprinzip für ein Jahr verkuppelt. Die Frauen erhielten als Gabe Blumen.

Einer anderen Überlieferung zufolge hat es sich im dritten Jahrhundert n. Chr. so zugetragen, dass ein gewisser Bischof Valentin von Terni – auf den vermutlich der Valentinstag zurückzuführen ist – den frisch vermählten Paaren Blumensträuße geschenkt hat.

Blumenversand im Mittelalter

Üblicherweise versteht sich das Überreichen von Blumen als Geste der Liebe. Im Mittelalter hat die folgende, allseits bekannte, Redewendung ihren Ursprung:„Etwas durch die Blume sagen“. Damals reichte eine Dame einem Herren an dem sie kein Interesse hatte, eine Blume. So waren keine weiteren Worte nötig, denn der Herr wusste sofort woran er war. Bereits damals wurde den jeweiligen Blumen eine entsprechende Bedeutung zugesprochen.

So vielfältig die Blumenwelt ist, so vielfältig sind auch die Bedeutungen der Blumen:

Gerbera

  • Ein Zeichen der freundschaftlichen Zuneigung

Kamille

  • Sie wirkt heilend und symbolisiert Trost und Hoffnung

Rose

  • In rot ein Zeichen der Liebe, in weiß ein Symbol der Unschuld und Treue

Orchidee

  • Ein Kompliment an das Gegenüber, sie zeigt dem Anderen, dass man ihn/sie wunderschön findet

Nelke

  • In rot symbolisiert sie starke Leidenschaft, in weiß steht sie für ewige Treue, in gelb zeigt sie eine gewisse Abneigung

Tulpe

  • Ein Symbol für Liebe & Leidenschaft ist sie in rot, hier gilt: je dunkler die Farbe, desto größer die Zuneigung. Für den Beginn einer Liebe steht eine rosane Tulpe

Blumenversand in der frühen Neuzeit

Blumenversand in negativ: im Korb kommend bedeuten die Blumen nichts gutes.

Negativer Blumenversand: Kamen die Blumen im Korb, bedeutete dies nichts gutes. (c) Peter Freitag / pixelio.de

Um 1700 bildete sich eine regelrechte Blumensprache mit einer Art geheimem Code um den Blumenversand. Die Sprache durch die Blume hatte ein Motiv denn in jener Zeit durfte nicht alles ausgesprochen werden, was die Menschen dachten. Die bekannte Redewendung „einen Korb geben“ hatte hier ihren Ursprung: Wenn man Blumen in einem Korb erhielt, war dies ein Zeichen der Ablehnung.

Blumenversand heute

Blumen sind auch heute noch ein hervorragendes Geschenk um das Herz einer Frau zu erobern, aber nicht nur aus diesem Grund kann man Blumen versenden oder verschenken. Es gibt die verschiedensten Anlässe und Feierlichkeiten. Und es gibt in unserer heutigen Welt auch die verschiedensten Möglichkeiten des Blumenversand. Von der online Bestellung bis zum persönlichen Besuch beim Blumenhändler des Vertrauens – alles ist denkbar.

Eines hat sich jedoch nicht geändert: Die Freude, die man seinem Gegenüber bereitet, wenn man von Herzen etwas derart Lebendiges schenkt.

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